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Computer, Smartphone, Tablet: Tagtäglich verbringen wir Stunden vor Bildschirmen – das hat mit unter Folgen für unsere Augen

Sehstörungen bei Diabetes

Bei Diabetikern kommen Augenerkrankungen häufiger vor – bei etwa zwei von zehn Diabetikern wird eine Augenkrankheit festgestellt. Viele Menschen mit Diabetes bemerken die Veränderungen anfänglich nicht. Im Verlauf können sie jedoch zu leichten Sehbeschwerden bis hin zu Erblindung führen.

Warum ist das so, um welche Augenerkrankungen handelt es sich und was kann man dagegen tun? Diese Fragen wollen wir für Sie beantworten. Grundsätzlich gilt jedoch auch hier: Kommen Sie regelmäßig zu uns zur Augenvorsorge und achten Sie auf eine optimale Blutzuckereinstellung. So können Sie Veränderungen am Auge frühzeitig feststellen lassen oder gar vermeiden.

Diabetes begünstigt Augenerkrankungen – Warum?

Wenn zu wenig Insulin im Körper produziert wird, kann Diabetes entstehen, das Hormon Insulin sorgt nämlich dafür, dass Zucker als Energielieferant vom Blut in unsere Zellen gelangt. Wenn nun zu wenig Zucker in die Zellen gelangt, bleibt zu viel Zucker im Blut. Dieser Zucker schädigt die Gefäße. Somit schädigt Diabetes möglicherweise die kleinsten Blutgefäße im Auge.

Diabetes bedingte Augenerkrankungen können allerdings auch vielfältig sein: Nicht nur Veränderungen der Netzhautgefäße (Retinopathie) und sondern auch Veränderungen des „gelben Flecks“ (Makulopathie) sowie Entzündungen an Über- und Unterlied und grauer Star können beobachtet werden. Außerdem können Veränderungen des Augeninnendrucks und Beeinträchtigungen aller Nerven, die an der Funktion des Auges beteiligt sind, auftreten.

Diabetische Retinopathie – die gestresste Netzhaut

Die Retinopathie besteht bei etwa ¼ aller Menschen mit Diabetes mellitus.

Die „Retinopathie“ ist bei Diabetes mellitus die häufigste Erkrankung der kleinen Gefäße („Mikroangiopathie“). Die Blutgefäße werden brüchig, durchlässig und platzen. Flüssigkeitseinlagerungen und Blutungen in der Netzhaut, Gefäßverschlüsse und Sauerstoffmangel sind die Folge. Weitere Bildung neuer brüchiger Gefäße führt zu neuen Blutungen und schließlich zur Ablösung der Netzhaut – Ein Teufelskreis.

Diabetische Makulopathie – der gelbe Fleck

Etwa 15% aller Menschen mit Diabetes mellitus sind von einer Makulopathie betroffen.

Bei der „Makulopathie“ wir die Mitte der Netzhaut, der Punkt des schärfsten Sehens.
durch Blutungen und Wassereinlagerungen gestört. Dies führt zur merklichen Beeinträchtigung des Sehens: Beispielsweise Einschränkungen des Lesens, Farbsinnstörungen, verschwommenes und verzerrtes Sehen.

Diagnose Diabetes – und jetzt?

Allgemein gilt: Ein richtig eingestellter Diabetes sowie ein gesunder Blutdruck reduzieren das Risiko für eine Augenerkrankung, denn die Behandlung der Grunderkrankung vermindert das Risiko für weitere Folgeschäden. Ein richtig eingestellter Diabetes ist dementsprechend genauso wichtig wie die Vorsorge und Behandlung der Augenerkrankung selbst. Sollte trotz aller Vorsorge und Prävention zu einer Augenschädigung kommen finden wir mit Ihnen die Möglichkeiten einer speziellen Therapie und werden diese mit Ihnen besprechen. Zum Einsatz können zum Beispiel Medikamente, ein Linsenersatz oder eine Laserbehandlung der Netzhaut kommen. Also ernähren Sie sich gesund, bewegen Sie sich im Alltag viel und kommen sie frühzeitig zu uns- dann klappt’s auch mit dem gesunden Sehen.

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